Die ultimative Übersicht zur Sommerzeit und Winterzeit in Deutschland
Alle Termine anzeigenDie Zeitumstellung ist der halbjährliche Wechsel zwischen Normalzeit (umgangssprachlich Winterzeit) und Sommerzeit. In Deutschland und den meisten europäischen Ländern werden die Uhren zweimal im Jahr umgestellt: Im Frühjahr eine Stunde vor und im Herbst eine Stunde zurück. Diese Praxis wurde eingeführt, um das Tageslicht besser zu nutzen und theoretisch Energie zu sparen. Allerdings ist die Zeitumstellung seit Jahren umstritten, und viele Menschen fordern ihre Abschaffung aufgrund der negativen Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden.
Die Idee der Zeitumstellung geht auf den neuseeländischen Entomologen George Hudson zurück, der 1895 vorschlug, die Uhren im Sommer umzustellen, um mehr Tageslicht für seine Insektensammlung zu haben. In Deutschland wurde die Sommerzeit erstmals am 30. April 1916 eingeführt, damals noch im Deutschen Reich während des Ersten Weltkriegs. Nach mehreren Unterbrechungen wurde sie 1980 in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR erneut eingeführt, hauptsächlich als Reaktion auf die Ölkrise der 1970er Jahre.
Zeitumstellung in Deutschland wieder eingeführt
Weltweit praktizieren die Zeitumstellung
Der EU-Bürger wollen die Abschaffung
Die häufigste Frage zur Zeitumstellung lautet: Wird die Uhr vor oder zurück gestellt? Mit diesen bewährten Merkhilfen vergessen Sie das nie wieder. Diese Eselsbrücken haben sich über Jahrzehnte bewährt und helfen Millionen Menschen dabei, sich die Richtung der Zeitumstellung zu merken.
Im Frühjahr stellt man die Gartenmöbel VOR das Haus.
Eine Stunde weniger Schlaf
Im Herbst stellt man die Gartenmöbel ZURÜCK in den Schuppen.
Eine Stunde mehr Schlaf
Hier finden Sie alle Termine zur Zeitumstellung von 2026 bis 2034. Die Sommerzeit beginnt immer am letzten Sonntag im März, die Winterzeit am letzten Sonntag im Oktober. Diese Regelung gilt einheitlich in der gesamten Europäischen Union seit 1996 und wurde durch die EU-Richtlinie 2000/84/EG festgelegt.
Die Uhren werden von 2:00 Uhr auf 3:00 Uhr vorgestellt. Dadurch geht eine Stunde verloren und man hat eine Stunde weniger Schlaf. Die Sommerzeit gilt von März bis Oktober und bringt längere Abende mit mehr Tageslicht.
| Jahr | Datum | Umstellung |
|---|---|---|
| 2026 | Sonntag, 29. März 2026 | 2:00 → 3:00 Uhr |
| 2027 | Sonntag, 28. März 2027 | 2:00 → 3:00 Uhr |
| 2028 | Sonntag, 26. März 2028 | 2:00 → 3:00 Uhr |
| 2029 | Sonntag, 25. März 2029 | 2:00 → 3:00 Uhr |
| 2030 | Sonntag, 31. März 2030 | 2:00 → 3:00 Uhr |
| 2031 | Sonntag, 30. März 2031 | 2:00 → 3:00 Uhr |
| 2032 | Sonntag, 28. März 2032 | 2:00 → 3:00 Uhr |
| 2033 | Sonntag, 27. März 2033 | 2:00 → 3:00 Uhr |
| 2034 | Sonntag, 26. März 2034 | 2:00 → 3:00 Uhr |
Die Uhren werden von 3:00 Uhr auf 2:00 Uhr zurückgestellt. Dadurch wird eine Stunde gewonnen und man hat eine Stunde mehr Schlaf. Die Winterzeit (eigentlich Normalzeit) gilt von Oktober bis März.
| Jahr | Datum | Umstellung |
|---|---|---|
| 2026 | Sonntag, 25. Oktober 2026 | 3:00 → 2:00 Uhr |
| 2027 | Sonntag, 31. Oktober 2027 | 3:00 → 2:00 Uhr |
| 2028 | Sonntag, 29. Oktober 2028 | 3:00 → 2:00 Uhr |
| 2029 | Sonntag, 28. Oktober 2029 | 3:00 → 2:00 Uhr |
| 2030 | Sonntag, 27. Oktober 2030 | 3:00 → 2:00 Uhr |
| 2031 | Sonntag, 26. Oktober 2031 | 3:00 → 2:00 Uhr |
| 2032 | Sonntag, 31. Oktober 2032 | 3:00 → 2:00 Uhr |
| 2033 | Sonntag, 30. Oktober 2033 | 3:00 → 2:00 Uhr |
| 2034 | Sonntag, 29. Oktober 2034 | 3:00 → 2:00 Uhr |
Die Geschichte der Zeitumstellung in Deutschland ist geprägt von Kriegen, Energiekrisen und politischen Entscheidungen. Von der ersten Einführung 1916 bis zur heutigen Debatte um die Abschaffung hat die Sommerzeit eine wechselvolle Geschichte hinter sich.
Am 30. April 1916 wurde die Sommerzeit erstmals im Deutschen Reich, Österreich-Ungarn, Irland und Großbritannien eingeführt. Der Grund war der Erste Weltkrieg und die damit verbundene Notwendigkeit, Energie zu sparen. Die künstliche Beleuchtung sollte reduziert werden, um Kohle für die Kriegswirtschaft zu sparen. Diese erste Sommerzeit dauerte bis 1919.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Sommerzeit erneut eingeführt. In dieser Zeit gab es sogar eine doppelte Sommerzeit (Hochsommerzeit), bei der die Uhren um zwei Stunden vorgestellt wurden. Nach Kriegsende behielten die Besatzungszonen unterschiedliche Zeitregelungen bei, was zu einem Zeitchaos in Deutschland führte. Erst 1950 wurde die Sommerzeit wieder abgeschafft.
Als Reaktion auf die Ölkrise von 1973 wurde die Sommerzeit 1980 in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR wieder eingeführt. Das Ziel war erneut die Energieeinsparung durch bessere Nutzung des Tageslichts. Interessanterweise haben spätere Studien gezeigt, dass die tatsächliche Energieeinsparung minimal bis nicht vorhanden ist, da der geringere Bedarf an Beleuchtung durch erhöhten Heizungsbedarf am Morgen ausgeglichen wird.
Die Europäische Union vereinheitlichte die Sommerzeitregelung für alle Mitgliedstaaten. Seitdem beginnt die Sommerzeit EU-weit am letzten Sonntag im März und endet am letzten Sonntag im Oktober. Diese Regelung wurde in der Richtlinie 2000/84/EG festgeschrieben und gilt bis heute unverändert.
Nach einer öffentlichen Befragung, bei der sich 84% der 4,6 Millionen Teilnehmer für eine Abschaffung aussprachen, stimmte das EU-Parlament im März 2019 für das Ende der Zeitumstellung ab 2021. Die Umsetzung wurde jedoch durch die Corona-Pandemie und Uneinigkeit zwischen den Mitgliedstaaten verzögert. Bis heute konnte keine einheitliche Lösung gefunden werden.
Die Zeitumstellung besteht weiterhin. Die EU-Mitgliedstaaten konnten sich bisher nicht einigen, ob dauerhaft Sommer- oder Winterzeit gelten soll. Ohne Einigung droht ein Flickenteppich unterschiedlicher Zeitzonen in Europa, was wirtschaftliche und logistische Probleme verursachen würde. Die Debatte geht weiter.
Die Zeitumstellung hat nachweislich Auswirkungen auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Wissenschaftliche Studien belegen, dass der abrupte Wechsel der Uhrzeit unseren natürlichen Biorhythmus stört und verschiedene gesundheitliche Probleme verursachen kann.
Der Körper braucht mehrere Tage bis Wochen, um sich an die neue Zeit anzupassen. In dieser Phase leiden viele Menschen unter Ein- und Durchschlafproblemen. Studien zeigen, dass besonders die Umstellung auf Sommerzeit problematisch ist, da eine Stunde Schlaf verloren geht.
Mehrere Studien haben einen Anstieg von Herzinfarkten in den Tagen nach der Zeitumstellung auf Sommerzeit dokumentiert. Eine schwedische Studie zeigte einen Anstieg von etwa 5% in der ersten Woche nach der Umstellung.
Die Müdigkeit nach der Zeitumstellung führt zu verminderter Konzentration und Leistungsfähigkeit. Studien schätzen, dass die Produktivität in den ersten Tagen nach der Umstellung messbar sinkt. Auch die Unfallzahlen im Straßenverkehr steigen leicht an.
Der gestörte Schlafrhythmus kann depressive Verstimmungen und Stimmungsschwankungen auslösen oder verstärken. Die Umstellung auf Winterzeit mit den früher einsetzenden dunklen Abenden kann zudem saisonale Depressionen begünstigen.
Auch unser Verdauungssystem folgt einem festen Rhythmus. Die Zeitumstellung kann zu Appetitlosigkeit, Verdauungsproblemen und einem allgemeinen Unwohlsein führen. Der Körper erwartet Mahlzeiten zu bestimmten Zeiten.
Kinder und Babys sind besonders empfindlich gegenüber Änderungen im Tagesablauf. Sie brauchen oft länger, um sich anzupassen, und reagieren mit Quengeligkeit, Schlafproblemen und Appetitveränderungen.
Passen Sie Ihren Schlafrhythmus einige Tage vorher schrittweise an – jeden Tag 15-20 Minuten früher oder später ins Bett gehen.
Verbringen Sie am Tag nach der Umstellung viel Zeit im Freien. Natürliches Licht hilft der inneren Uhr bei der Anpassung.
Vermeiden Sie Koffein und Alkohol am Abend, besonders in den Tagen rund um die Zeitumstellung.
Halten Sie regelmäßige Essenszeiten ein, auch wenn der Körper noch nicht hungrig ist.
Die Debatte um die Abschaffung der Zeitumstellung läuft seit Jahren. Während eine große Mehrheit der Bevölkerung für ein Ende plädiert, stockt die politische Umsetzung. Die zentrale Frage lautet: Soll dauerhaft Sommer- oder Winterzeit gelten?
Das EU-Parlament hat 2019 für die Abschaffung gestimmt, aber die Mitgliedstaaten im Rat der EU konnten sich bisher nicht auf eine gemeinsame Lösung einigen. Die Entscheidung wurde mehrfach verschoben, zuletzt aufgrund der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges. Experten rechnen frühestens 2027 mit einer möglichen Einigung.
"Die Winterzeit ist die natürliche Zeit, die unserem Biorhythmus entspricht. Eine dauerhafte Sommerzeit würde bedeuten, dass wir permanent gegen unsere innere Uhr leben."
— Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM)
Die rechtliche Grundlage für die Zeitumstellung in Deutschland bildet das Zeitgesetz von 1978 und die darauf basierende Sommerzeitverordnung.
Verordnung vom 12.07.2001, veröffentlicht im Bundesgesetzblatt Jahrgang 2001 Teil I Nr. 35:
§ 1 Ab dem Jahr 2002 wird die mitteleuropäische Sommerzeit (§ 1 Abs. 4 des Zeitgesetzes) auf unbestimmte Zeit eingeführt.
§ 2 Abs. 1 Die mitteleuropäische Sommerzeit beginnt jeweils am letzten Sonntag im März um 2 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Im Zeitpunkt des Beginns der Sommerzeit wird die Stundenzählung um eine Stunde von 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt.
§ 2 Abs. 2 Die mitteleuropäische Sommerzeit endet jeweils am letzten Sonntag im Oktober um 3 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit. Im Zeitpunkt des Endes der Sommerzeit wird die Stundenzählung um eine Stunde von 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt.
Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen zur Zeitumstellung.
Die nächste Zeitumstellung auf Sommerzeit findet am Sonntag, 29. März 2026 statt. Die Uhren werden um 2:00 Uhr auf 3:00 Uhr vorgestellt. Die Umstellung auf Winterzeit folgt am Sonntag, 25. Oktober 2026.
Im Frühjahr wird die Uhr eine Stunde VOR gestellt (2 Uhr auf 3 Uhr). Im Herbst wird die Uhr eine Stunde ZURÜCK gestellt (3 Uhr auf 2 Uhr). Merkhilfe: Im Frühjahr stellt man die Gartenmöbel VOR das Haus, im Herbst ZURÜCK in den Schuppen.
Die Zeitumstellung wurde ursprünglich eingeführt, um Energie zu sparen. Die erste Einführung erfolgte 1916 während des Ersten Weltkriegs. Nach einer Pause wurde sie 1980 in Deutschland als Reaktion auf die Ölkrise wieder eingeführt. Heute ist der energiesparende Effekt wissenschaftlich umstritten.
Das EU-Parlament hat 2019 für die Abschaffung der Zeitumstellung gestimmt. Die Umsetzung verzögert sich jedoch, da sich die EU-Mitgliedstaaten nicht auf eine einheitliche Zeit einigen können. Ein konkreter Zeitpunkt für die Abschaffung steht derzeit nicht fest.
Ja, die meisten modernen Geräte wie Smartphones, Computer und Smart-TVs stellen sich automatisch um. Auch Funkuhren empfangen ein Signal vom DCF77-Sender und stellen sich automatisch um. Analoge Uhren und ältere Geräte müssen manuell umgestellt werden.
In Europa haben Island und Russland keine Sommerzeit. China, Japan, Indien und die meisten asiatischen Länder verzichten ebenfalls darauf. Auch viele afrikanische Länder und einige US-Bundesstaaten wie Arizona und Hawaii haben keine Zeitumstellung.
Die Zeitumstellung ist ein Relikt aus vergangenen Zeiten. Wir setzen uns für ihre Abschaffung ein und informieren über alle aktuellen Entwicklungen. Diese Seite verschwindet, sobald die Zeitumstellung Geschichte ist!